Der Klimawandel – Eine Verschwörung?

Kommen Dir die folgenden Sprüche bekannt vor? „So viel CO2 können wir Menschen gar nicht produzieren, dass es Auswirkungen auf das Klima hat.“ Oder: „Wir wissen nicht mal, wie das Wetter übermorgen wird. Wie kann man dann wissen, was in hundert Jahren mit dem Klima passiert?“ Oder: „Was soll die Aufregung? Früher war es auch mal wärmer“. Das sind typische Aussagen von Menschen, die behaupten der Klimawandel würde nicht existieren oder sei nicht durch Menschen verursacht. Das ist angesichts des größten wissenschaftlichen Konsenses, den es jemals bei naturwissenschaftlichen Fragen gab, kaum zu glauben – aber leider wahr.

Problematisch ist, wenn Medien diesen seltsamen „Klimaskeptikern“ eine Plattform bieten. Und wenn sie die vermeintlichen Argumente aufgreifen. Oftmals werden einfach noch nicht beantwortete Fragen, längst widerlegte Ansichten und Falschaussagen veröffentlicht. Anspruch solcher Medien ist es dann, „beide Seiten“ des Problems darzustellen oder sich gegen „Denkverbote“ zu wehren. Fakt ist, dass der Klimawandel wissenschaftlich belegt ist. Es ist auch belegt, dass die menschenverursachten Treibhausgasemissionen zu einer konstanten Erderwärmung führen, die langfristige Folgen für unser Leben auf der Erde haben wird. Die „andere Seite des Problems“ wäre es also, einfach zuzuschauen, wie Polkappen abschmelzen, Tierarten wie Eisbären aussterben oder Wetterextreme zunehmen.

Mediale Verbreitung

Noch problematischer ist es, wenn Personen mit großer gesellschaftlicher und medialer Reichweite solchen Unsinn verbreiten. Donald Trump glaubt nicht an die globale Erderwärmung: Schließlich war es dieses Jahr doch besonders kalt im Winter in den USA. Menschen sind auch nicht am Klimawandel schuld. Wenn überhaupt, sei dieser eine Erfindung der Chinesen. Laut einem Tweet von ihm, „um der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in den USA zu schaden". Damit versucht er die wissenschaftliche Arbeit von hunderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und deren Studien zu torpedieren. Auch wenn es kaum zu glauben ist, hat Trump eine sehr große Anhängerschaft. Ignoriert er auf fundamentalistische Art wissenschaftliche Fakten, trägt er diesen Konsens zusammen mit anderen Klimawandelleugnern in die Mitte der Gesellschaft.

Die Art, wie Klimawandelleugner Debatten führen, ist ein Lehrbuchbeispiel für postfaktische Politik. Schon vor Donald Trump gab es im US-Kongress hochrangige Abgeordnete, die den menschengemachten Klimawandel geleugnet haben. Heute sind es vermutlich noch mehr. Und das, obwohl sich die Weltgemeinschaft darauf geeignet hat, den menschengemachten Klimawandel als Tatsache zu behandeln und Gegenmaßnahmen durchzuführen. An dieser Stelle sollte gesagt werden, dass China und die USA die weltgrößten Treibhausgasemittenten sind.

Anstatt bestehende Fakten zu leugnen, müssen wir jetzt den Klimawandel bekämpfen. Fehlen Dir manchmal die Worte, wenn jemand sagt, der Klimawandel sei nicht menschengemacht? Dann nutze #clapforcrap und setze ein Zeichen gegen diesen Unsinn.